Ein Umzug zwingt Paul dazu sein Zimmer durchzugehen und die Box in die Hand zu nehmen, die er ganz tief unten in seinem Schrank verstaut hatte. Dies aus gutem Grund: Nur schon das Gefühl der Box in seinen Händen raubt ihm den Atem. Und obwohl sich sein ganzer Körper dagegen sträubt, Paul muss die Box öffnen und sich deren Inhalt stellen. Denn die Box enthält seine Erinnerungen an das wohl härteste Jahr seines Lebens.
In diesem Jahr hat er einen Superhelden erschaffen, die Frau kennen gelernt, war einsam und hat Freunde gefunden und unvernünftigen Mut an den Tag gelegt. In diesem Jahr hat er aber auch verloren, zu viel riskiert, Unsägliches erlebt und alles verändert.
Michael Sieben schreibt ein Jugendbuch aus Sicht eines Jugendlichen, eines Jungen, der an der Schwelle zum Erwachsensein mehr erlebt, als er wohl sollte und sich seinen Problemen und seiner Einsamkeit stellen muss, um überhaupt den Weg zurück ins Leben zu finden - um erwachsen zu werden. Die Erlebnisse Pauls und sein Umgang damit sind beklemmend, als Leser*in liest man die intimsten Gedanken mit und wünscht sich, dass Paul seinen Frieden findet.
Das Jahr in der Box ist die Geschichte eines Jungen, der versucht, sich treu zu sein, trotz widriger Umstände, eines Jungen, der versucht sich selber zu sein, auch wenn die anderen ihn so nicht wollen, und eines Jungen, der seinen Weg finden wird - hoffentlich.
Das Jahr in der Box, Micheal Sieben
256 Seiten
erschienen im März 2020 beim Carlsen Verlag
ISBN: 978-3-551-58396-3


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