Pandatage, James Gould-Bourn

Pandatage, James Gould-Bourn, Kiepenheuer und Witsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
Pandatage von James Gould-Bourn konnte ich kaum ausweichen, in allen Medien bin ich dem Roman begegnet und alle fanden ihn super. In der Regel hat es ein solches Buch schwierig, weil meine Erwartung sehr hoch sind. Pandatage hat die Erwartungen aber erfüllt, das vorne weg. 
Danny und Will haben es schwer. Liz, Dannys grosse Liebe und Mutter von Will ist bei einem Autounfall gestorben, den Will nur knapp überlebt hat. Die beiden Protagonisten gehen mit dem Verlust unterschiedlich um, Danny arbeitet so viel er kann und Will schweigt seit dem Tod seiner Mutter.
Als Danny seine Arbeit verliert, entscheidet er sich aus purer Verzweiflung, ein Pandakostüm zu tragen und zu tanzen, was er aber eigentlich gar nicht kann. 
Die herzerwärmende, berührende Geschichte ist nicht neu, so habe ich beim Lesen auch gewisse Wendungen erwartet und mich in der Hälfte gefragt, wann die Katharsis wohl kommen möge. Denn absehbar ist sie, auch diese Erwartung wurde erfüllt.
Trotz der Vorhersehbarkeit oder gerade deswegen hat mich die Geschichte glücklich zurückgelassen, mit einem Lächeln im Gesicht und dem stupiden Wissen darum, dass im leben schon alles gut kommt, solange wir tanzen.
Zuträglich zum Glück war das Flüssige der Sprache, das Augenzwinkern und die Skurrilität, welche auch in der Übersetzung von Stephan Kleiner nicht verloren ging.

 

Ein Buch für die Momente, in denen das Sehen des Silberstreifens am Horizont gewünscht wird.

Pandatage, James Gould-Bourne, aus dem Englischen von Stephan Kleiner (im Original Keeping Mum)
384 Seiten
erschienen im Mai 2020 bei Kiepenheuer &Witsch

 

ISBN: 978-3-462-05364-7

Kommentar schreiben

Kommentare: 0